
Die NRW-Weiterbildungsoffensive
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Die LVHS Freckenhorst präsentiert sich für denn Fair Trade Award.
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In Deutschland ist in den letzten Jahren ein starker Anstieg der Anbauflächen der so genannten Nachwachsenden Rohstoffe zu verzeichnen. Dabei geht es um biologisch erneuerbare pflanzliche und tierische Rohstoffe, die aus der Land- und Forstwirtschaft kommen. Neu ist, dass diese Rohstoffe in zunehmendem Maße für die Energiegewinnung verwendet werden und damit ihre Anbauflächen mit jenen Flächen konkurrieren, die bislang für die Lebensmittel- und Futterproduktion genutzt wurden. In diesem Taschenbuch, das in der Schriftenreihe „edition mensch und welt“ der Katholischen Landvolkshochschule Freckenhorst jetzt herausgekommen ist, legen Vertreter der Politik, der Agrarwissenschaft, Politikwissenschaft und Theologie ihre Sichtweise der Problematik dar.
Die Autoren:
Johannes Röring MdB, Landwirt aus Borken und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geht auf die Aufgabe der Globalen Ernährungssicherheit durch eine moderne Landwirtschaft ein. Er plädiert für starke ländliche Räume bei uns und weltweit und sieht zwischen Nahrungsmittelproduktion und Erzeugung von Bioenergie keine zwangsläufigen Gegensätze, den beides ist für ein menschenwürdiges und umweltverträgliches Leben notwendig.
Prof. Dr. Michael Greef, Direktor des Instituts für Pflanzenbau und Grünlandwirtschaft bei der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft in Braunschweig geht in seinem Beitrag auf die Frage ein, in welchen Proportionen wir es uns leisten können, auf die Nahrungsmittelproduktion zugunsten anderer Nutzungen wie der Bioenergie verzichten können. Mit wissenschaftlichen Daten und Fakten untermauert er, dass dies nur bei einer weiteren deutlichen Ertragssteigerung erreichbar sein wird. Allerdings werden dabei mit Rücksicht auf die Lebenssituation der Bauern zumal in den so genannten Entwicklungsländern ertragsstabilisierende Systeme – gerade bei sich wandelnden Klimaverhältnissen – unverzichtbar sein.
Prof. Dr. Doris Fuchs und Julia Sattelberger vom Lehrstuhl für Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster setzen sich mit der Legitimation privater Akteure in der Nahrungsmittelpolitik, insbesondere den großen Lebensmittelkonzernen, auseinander. Die Politik – aber auch die Konsumenten mit ihrer Nachfragemacht – müssen hier auf die Einhaltung sozialer Standards drängen, um Hunger und Armut in der Welt entgegen zu wirken.
Sandra Lassak, Mitarbeiterin am Institut für Theologie und Politik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster berichtet in ihrem Beitrag über den engagierten Kampf brasilianischer Landfrauen gegen Monokultur und Umweltzerstörung, der vor allem zu Lasten der „Campesinos“, der Kleinbauern geht und stellt diese Bemühungen um soziale Gerechtigkeit in den Zusammenhang theologischer und sozialethischer Postulate.
Es geht ums Überleben
Beiträge aus Politik, Wissenschaft und Sozialethik, hrsg. von Johannes K. Rücker und Ulrich Oskamp.
Taschenbuch, 50 S.
zahlreiche Abbildungen
Dialogverlag Münster, 2009. ISBN: 978-3-94146213-7
Das Buch ist zum Preis von 8,00 € im Buchhandel erhältlich.
Online-Bestellung direkt beim Dialogverlag Münster oder bei der LVHS Freckenorst .
geht..."

...dann sollten Ökologie und Ökonomie keine Fremdworte sein. Die Kirchen haben dazu ein bundesweites Projekt gestartet. Die LVHS Freckenhorst ist dabei.
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